VIEL MEHR TRANSPARENZ | 360° ENTERTAINMENT

VIEL MEHR TRANSPARENZ

event Business Insider Special

28. Februar 2018

Chantal Imfeld-Matyassy spricht am Entertainment-Forum in Interlaken über die neue EU-Datengrundschutzverordnung. 3 Fragen zu einem heiklen Thema – denn drastische Bussen drohen.

Ab 25. Mai 2018 wird die EU–Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) direkt anwendbar sein – was bedeutet das konkret?
Chantal Imfeld-Matyassy: Der Geltungsbereich dieser EU-Verordnung wurde stark erweitert. Es fallen nun auch Unternehmen ausserhalb der EU in diesen Geltungsbereich, somit natürlich auch Schweizer Firmen. Es betrifft vor allem Unternehmen, die explizit Waren und Dienstleistungen an Personen in der EU verkaufen und/oder Daten von Personen, welche sich in der EU befinden, erfassen, sammeln und bearbeiten. Bei Verstössen gegen die DSGVO drohen drastische Bussen in der Höhe von bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des Konzernumsatzes. Viele Unternehmen in der Schweiz werden sich deshalb jetzt zum ersten Mal überhaupt konkret mit dem Datenschutz beschäftigen müssen. Viele halten den heutigen Standard gemäss CH-Datenschutzgesetz noch nicht einmal ein.

Was ändert sich spezifisch?
In Sachen Datenschutz wird künftig im Umgang mit persönlichen Daten ein viel höherer Standard gesetzt. Man muss viel transparenter als bis anhin informieren, warum man ihre Daten und ihr Verhalten beobachtet und erfasst, zum Beispiel wenn man auf seiner Website User trackt.

Was bedeutet das für Veranstalter und Dienstleister der Entertainment-Branche?
Zuerst ist abzuklären, ob man in den Geltungsbereich der neuen EU-Verordnung fällt und die Anforderungen umsetzen muss. Im Prinzip kann man weiterhin vieles tun, was man bisher in Sachen Datenerfassung getan hat, muss aber transparent und dokumentiert sein.